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Rückblick Marbacher Hengstparaden 2017
  • 12.10.2017

Rückblick Marbacher Hengstparaden 2017

Jakobphotos

21.000 Besucher erlebten während dreier Marbacher Hengstparaden ein abwechslungsreiches Pferdeprogramm in der großen Arena. Im Mittelpunkt stand das 200. Jubiläum der weltberühmten Weil-Marbacher Vollblutaraber-Zucht. Marbacher Landbeschäler und deren Nachwuchs, viel Orient mit Trampeltieren, Windhunden, pfeilschnellen Jagdfalken, die Geschichte der Reise des Jakob Noa Epp, spannendes „Jump and Drive“ und natürlich die legendäre Silberne Herde wurde für das Publikum zu einem orientalisch-schwäbischen Erlebnis. Das Rahmenprogramm mit Kunst und Kulinarik, Musik, Verkaufsstände um die Arena und der Markt der Lebensräume rundete für tausende Besucher den Hengstparade-Tag ab.

Geschichte und Geschichten – Der Schwabe aus dem Orient in drei Teilen
In einem dreiteiligen Schaubild mit vielen zwei- und vierbeinigen Akteuren wurde die Geschichte des Auswanderers Jakob Noa Epp aufgeführt. Sie ist mit der Geschichte Württembergs und der Vollblutaraberzucht eng verbunden und soll sich so tatsächlich ereignet haben.

  • Teil I Auswanderung, Überfall und Verschleppung: Nach den napoleonischen Kriegen verließen viele Schwaben ihre Heimat in Richtung Osten. Im März 1817 wanderte die Reutlinger Weingärtnerfamilie Epp zusammen mit ihren Kindern nach Katharinenfeld in Georgien aus. Jakob Noa Epp war eines dieser vier Kinder und wurde bei einem Überfall 1826 verschleppt und mit sieben weiteren Gefangenen an einen türkischen Sklavenhändler verkauft.

  • Teil II Vom Sklaven zum Kadetten in Kairo – Freiheit: Über Mellega kam der achtzehnjährige Noa, nun Hassan genannt, zum Pascha von Akiska und später in das Haus des Medschid Effendi, dem Schatzmeister des Sultans von Konstantinopel, wo er fortan Rustan hieß. In diesem Schaubild wurde Noa von seinem Schicksal erlöst und durch die Württembergische Kommission um König Wilhelm I. freigekauft.

  • Teil III Rückkehr ins Schwabenland – im Dienste König Wilhelms I.: Noa Epp beginnt sein Leben als Vorreiter am königlichen Hof, wurde im königlichen Marstall als Hofkutscher tätig und begleitete den König auf zahlreichen Reisen.

Feierliche Überreichung
Landoberstallmeisterin Astrid von Velsen-Zerweck erhielt aus der Hand von Manfred Raichle, Vorsitzender des Förderverein Marbach, eine Erinnerungstafel "200 Jahre Vollblutaraber-Zucht Scharnhausen - Weil - Marbach", geschaffen in Bronze von Wolfgang Schaller, die den Gründerhengst Bairaktar darstellt.

Treffpunkt Marbach: Zahlreiche Ehrengäste
Zur ersten Hengstparade begrüßte Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei Herbstsonnenschein die Zuschauer und Ehrengäste in der Marbacher Arena. Die zweite Parade wurde von Ministerpräsident Winfried Kretschmann eröffnet. Auch der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk begrüßte die Gäste in Marbach und sprach den Helfern in der Brandnacht im Gestütshof St. Johann seinen Dank aus. Zur dritten Hengstparade kam Ministerialdirektorin Grit Puchan und eröffnete am Tag der deutschen Einheit. Zahlreiche Abgeordnete des Bundes- und Landtages, Vertreter aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und der Medienwelt, sowie Vorsitzende der Verbände kamen, um die Hengstparaden zu erleben. 

Marbacher Quadrille – Traditionell
Im Haupt- und Landgestüt Marbach werden die Pferde dem Alter und der Entwicklung entsprechend und nach den Richtlinien der klassischen Reitlehre ausgebildet.
In der großen Quadrille zeigten sie gemeinsam die Marbacher Landbeschäler unter der Leitung von Hauptsattelmeister Rudi Schmelcher.

Kunstausstellung in der langen Scheuer
In der sanierten Langen Scheuer am Gestütshof Marbach fand während der Hengstparaden eine internationale Kunstausstellung statt. Es wurden Skulpturen, Gemälde, Fotografien und Zeichnungen namhafter Künstler gezeigt. Viele Besucher vertieften scih vor und nach den Hengstparaden in die Kunstausstellung.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb erleben
Das von der UNESCO ausgezeichnete Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist bekannt für seine wunderschöne Landschaft. In einem liebevoll gestalteten Schaubild wurde es für die Besucher erlebbar. Schafe, Mulis, Eselstuten mit ihren Fohlen füllten die große Arena. Darüber hinaus konnten die Besucher beim „Markt der Lebensräume“ oberhalb der Arena ein köstliches Stück Biosphärengebiet in Form von Produkten aus Weinberg, Acker oder Wiese mit nach Hause nehmen.

Pferde in Freiheit
Den Abschluss bildeten im 200. Jubiläumsjahr der Weil-Marbacher Vollblutaraber in der freilaufenden Silbernen Herde.

Partner, die auch Freunde sind
In diesem Jahr gab es eine Fülle positiver Rückmeldungen der Besucher. Alle Gäste der Hengstparaden und des Gestüts tragen mit ihrem Besuch zu dessen Erhalt bei. Ein großer Dank gilt den Partnern der Hengstparaden, für ihre Unterstützung. Dazu gehörten in diesem Jahr die BayWa, die Korn Recycling GmbH, die Berg Brauerei, die Stuttgart German Masters, die Outlet City Metzingen und die Biosphären-Gastgeber.

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